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­Suizidprävention bei Jugendlichen

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2021.19763
Veröffentlichung: 26.05.2021
Schweiz Ärzteztg. 2021;102(21):695

Stephan Kupferschmida, Urs Heppb, Konrad Michelc, Michael Kaessd, Thomas Reische

a Dr. med., Chefarzt Psychiatrie für Jugendliche und junge Erwachsene, Integrierte Psychiatrie Winterthur; b Prof. Dr. med., Ärztlicher Direktor, Integrierte Psychiatrie Winterthur; c Prof. em. Dr. med., Universitäre Psychiatrische Dienste Bern UPD, Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie, Spiez; d Prof. Dr. med., Ordinarius und Direktor, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Universität Bern; e Prof. Dr. med., Ärztlicher Direktor / Chefarzt Klinik für Depression und Angst, PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG

Die Bernstein-Stiftung ruft zur Eingabe von Projekten im Bereich Suizidprävention auf. Zweck der Stiftung ist die Verbesserung der Suizidprävention bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Förderung von Präventionsprojekten und Unterstützung von Forschungsvorhaben. 

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Während in der Schweiz bei Erwachsenen die Häufigkeit von Suiziden in den letzten zwei Jahrzehnten ­abnahm, ist die Suizidrate bei den 10- bis 18-jährigen ­Jugendlichen mit 3,7 pro 100 000 weitgehend unver­ändert geblieben und liegt damit über dem europäischen Durchschnitt.

Deshalb ist Suizidprävention gerade in dieser Altersgruppe von hoher Bedeutung. Eine gute Evidenz liegt dabei für sehr unterschiedliche Methoden der Suizid­prävention vor, etwa Restriktion von Suizidmetho­den, Psychoedukation und Awareness-Bildung, Schulung von Schlüsselpersonen, Behandlung von psychischen Erkrankungen (insbesondere Depressionen).

Jedoch ist die Finanzierung von Suizidprävention sowohl bezüglich der Forschung als auch hinsichtlich der praktischen Implementierung in der Schweiz schwierig. Im Jahr 2016 wurde der sogenannte «Aktionsplan Suizidprävention» verabschiedet, leider stehen aber zur Umsetzung dieses Planes nur wenige Gelder zur Verfügung. Die Suizidprävention in der Schweiz ist ­daher auf engagierte Akteure angewiesen.

Unkomplizierte Projektförderung

Die Bernstein-Stiftung wurde 2019 vom Ehepaar Barbara Bernstein und Dr. med. Peter Bernstein in Gedenken an ihren Sohn gegründet. Das Herzensanliegen des Gründerehepaares ist es, Vorhaben zu unterstützen, die ganz konkret und praktisch die Suizidprävention bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen voranbringen. 

Die Bernstein-Stiftung will insbesondere vielversprechende Projekte und Forschungsvorhaben auf unkomplizierte Art und Weise unterstützen, die durch andere Förderungsinstrumente nicht erfasst oder finanziert werden. Für die Prüfung und die Begleitung der Projekte stellen sich Expertinnen und Experten aus der Suizidforschung ehrenamtlich zur Verfügung.

– Die Bernstein-Stiftung fördert Projekte aus dem Bereich der Suizidprävention, die sich an Kinder, ­Jugendliche und junge Erwachsene richten.

– Die Projektförderung beträgt maximal 20 000 Franken pro Projekt und Jahr.

– Die Förderung erfolgt längstens während zweier Jahre.

– Im Rahmen ihres Zweckes kann die Stiftung wissenschaftliche, medizinische und soziale Projekte und Modelleinrichtungen unterstützen.

– Die Eingabe für Projekte ist fortlaufend möglich. Detaillierte Angaben sind auf der Homepage (bernsteinstiftung.ch) zu finden.

Der Stiftungsrat ermutigt insbesondere Nachwuchsforschende zu einer Projekteingabe und steht für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Credits

Unsplash/Kat J

Korrespondenzadresse

Bernstein Stiftung
c/o PZM Psychiatrie­zentrum Münsingen AG
Hunzigenallee 1
CH-3110 Münsingen
Tel. 031 720 81 01
Fax 031 720 88 00
info[at]bernsteinstiftung.ch

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