Briefe / Mitteilungen

Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Arbeitgebern

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2017.05625
Veröffentlichung: 17.05.2017
Schweiz Ärzteztg. 2017;98(20):637

Dr. med. Monika Diethelm-Knoepfel, Uzwil

Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Arbeitgebern

Brief zu: Kessler S, Scholl P, Bernath C. Herausforderung und Chance für die Psychiatrie. Schweiz Ärztezeitung. 2017;97
(15–16): 498–501.

Die Kollegen Stefan Kessler, Pascal Scholl, Christian Bernath zeigen auf, dass die Mitarbeit von Psychiatern und Hausärzten bei der (Re-)Integration von Personen mit psychischen Krankheiten in den Arbeitsmarkt sehr wichtig ist. Auch die involvierten Versicherungsträger suchen zunehmend die Zusammenarbeit. Leider erschwert der geplante Tarif von Bundesrat Berset die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Arbeitgebern massiv, denn das Kontingent für Arbeiten in Abwesenheit des Patienten soll halbiert werden. Damit ist es nicht mehr möglich, einen intensiven Austausch mit Vorgesetzten des Patienten oder auch mit anderen involvierten Ärzten sowie Angehörigen zu pflegen, auch wenn das vor allem bei schwerwiegenden psychia­trischen Erkrankungen oft dringend nötig ist. Einmal mehr weiss in Bern die eine Hand nicht, was die andere tut, denn Einsparungen bei psychiatrischen Behandlungen führen so auf direktem Weg zu Mehrkosten durch längerdauernde Arbeitsunfähigkeit oder Invalidität.

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