Briefe / Mitteilungen

Replik

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2018.06495
Veröffentlichung: 28.02.2018
Schweiz Ärzteztg. 2018;99(09):268

Lukas Golder, Co-Leiter gfs.bern

Replik

(Hinweis: In der französischen Version der Schweizerischen Ärztezeitung ist die Antwort auf Französisch abgedruckt.)

Sehr geehrte Frau Gay-Crosier

Im Auftrag der FMH führt das Forschungsinstitut gfs.bern seit 2011 jährlich repräsentative Befragungen bei der Ärzteschaft durch, um mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Für die vorliegende siebte Erhebung wurden im Zeitraum von Juni bis August 2017 insgesamt 1471 Ärzte befragt. Für die zufällige Stichprobenauswahl stand die FMH-Adressbank zur Verfügung. An der FMH-Begleituntersuchung haben 974 akutsomatische Spitalärzte, 127 Ärzte in Psychiatrischen Kliniken und 75 Ärzte in Rehabilitationskliniken teil­genommen. Hinzu kommen 295 ambulant ­tätige Ärzte. Bei einer Fallzahl von 295 ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten ist mit einem erhöhten Vertrauensintervall von ±5,8 Prozentpunkten zu rechnen. Für die zu beantwortenden Fragen ist dies ausreichend, um statistische Rückschlüsse auf die gesamte ambulante Ärzteschaft zu ziehen. Die Fallzahl der ambulant tätigen Ärzte ist bewusst tiefer gewählt im Vergleich zur akutsomatischen Ärzteschaft. Bei den akutsomatischen Spitalärzten beträgt das Vertrauensintervall ±3,2, da zusätzliche Indikatoren erhoben werden, die präziser sein müssen (beispielsweise Minutenzahlen).

Bei der Frage «Welches Finanzierungssystem wünschen Sie sich am meisten für die Zukunft?» ist uns bei der Übertragung der Anteile «weiss nicht / keine Antwort» ein Fehler unterlaufen. Wir danken Ihnen für den Hinweis. Die korrekten Zahlen der «weiss nicht/ keine Antwort»-Anteile haben wir im Schlussbericht auf der Website (www.fmh.ch → Sta­tionäre Tarife → Begleitforschung → Ent­wicklung Rahmenbedingungen Ärzteschaft) bereits angepasst. Alle übrigen Prozentwerte in der Grafik sind korrekt. Aus diesem Grund bleibt auch die Kernaussage: Die einheitliche Finanzierung findet sowohl bei den ambulant tätigen und bei den akutsomatischen Ärz­tinnen als auch bei den Ärzten in Psychia­trischen Kliniken und in Rehabilitationskliniken zurzeit am meisten Zuspruch.

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