Tribüne

Spectrum

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2019.18162
Veröffentlichung: 25.09.2019
Schweiz Ärzteztg. 2019;100(39):1319

WHO: Mikroplastik im Trink­wasser kaum eine Gefahr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt in einem aktuell veröffentlichten Bericht zum Schluss, dass die Menge an Mikroplastik, die sich heute in westeuropäischen Ländern im Trinkwasser befinden kann, keine Gefahr für den Menschen darstellt. Die Teilchen seien so klein, dass das Schlucken für unsere Verdauung kein Problem sei. Zwar könnten sie Chemikalien wie Weichmacher freisetzen oder auf ihrer Oberfläche Bakterien transportieren. Doch der Beitrag von Mikroplastik sei sehr klein. Nicht ganz klar sei jedoch, was genau mit dem Mikroplastik in unserem Magen-Darm-Trakt passiert. Gänzlich ausschliessen liesse sich ein Risiko deshalb vorläufig nicht, weshalb noch vehementer gegen die Plastikverschmutzung vorgegangen werden sollte. Die WHO sieht die Trinkwasserqualität jedoch vor allem durch Pestizide oder Industriechemikalien bedroht. Die grösste Gefahr seien, vor allem in Entwicklungsländern, krank machende Bakterien aus verschmutztem Abwasser.

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Gemäss einem aktuellen WHO-Bericht ist die Menge an Mikroplastik im Trinkwasser westeuropäischer Länder sehr klein. (Symbolbild, © Siam Pukkato | Dreamstime.com)

(srf.ch)

Quand le foie malade dérègle le cerveau

Des chercheurs des universités de Genève (UNIGE) et Lausanne (UNIL), du Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), du Centre d’imagerie biomédicale (CIBM) à l’Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) et des Hôpitaux universitaires de Genève (HUG) se sont associés afin d’analyser en détail l’encéphalopathie hépatique, une détérioration cérébrale provoquée par une maladie chronique du foie. Pour la première fois, ils ont pu observer dans un modèle murin qu’un dysfonctionnement du foie provoque en deux semaines des perturbations moléculaires cérébrales, alors même qu’aucun symptôme physique n’est apparent. De plus, plusieurs molécules sont concernées, dont deux méconnues par le passé. Leurs résultats, à lire dans la revue Journal of Hepatology, permettraient de détecter une atteinte cérébrale liée aux maladies du foie par une analyse cérébrale, avant que l’état de santé de l’individu ne se détériore.

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Quatre semaines après le début de la maladie du foie, les cellules astrocytaires (en rouge) dans le cerveau des rats malades présentent une morphologie altérée, avec raccourcissement et diminution du nombre.

(Université de Genève)

Studie zur Behandlung alkoholbedingter Erkrankungen ver­öffentlicht

Kürzlich wurde eine von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamts für Statistik durchgeführte Studie zur Anzahl alkoholbedingter Behandlungen veröffentlicht. Sie analysiert die Zahlen der Jahre 2003 bis 2016 aus der «Schweizerischen Medizinischen Statistik der Krankenhäuser» des Bundesamts für Statistik.

Im Jahr 2016 wurden rund 11 500 Personen wegen einer Alkoholvergiftung in einem Schweizer Spital stationär behandelt; betrachtet man alle alkoholbezogenen Diagnosen, so waren es sogar 22 000 Personen. Personen mit einer Hauptdiagnose Alkoholvergiftung haben oft die Nebendiagnose Alkoholabhängigkeit (48%) oder psychische und Verhaltensstörungen (39%), welche nicht direkt mit dem Gebrauch psychoaktiver Substanzen in Verbindung stehen.

Mit jährlich über 22 000 Personen mit alkoholbezogener Diagnose allein im Spital bleibt ein grosser Handlungsbedarf. Dass zeitliche Verkaufseinschränkungen über die Nachtstunden wirksam sind, zeigte jüngst eine Untersuchung von Sucht Schweiz und dem Universitätsspital Lausanne im Auftrag des Kantons Waadt. Sucht Schweiz ruft weitere Kantone dazu auf, dem Beispiel zu folgen. Mit einer für die Gesamt­bevölkerung wenig einschränkenden und kostengünstigen Massnahme können die Notaufnahmen aufgrund von Alkoholvergiftungen deutlich vermindert werden. Ihre Wirkung hängt allerdings von Begleitmassnahmen ab, z.B. Schulung des Verkaufspersonals oder Testkäufe, die den Vollzug der Abgabebestimmungen an unter 16- bzw. 18-Jährige messen.

(Sucht Schweiz)

L’Hôpital Riviera-Chablais a ouvert ses portes

L’Hôpital Riviera-Chablais (HRC) à Rennaz (VD) a été officiellement inauguré à la fin août, vingt ans après les premières discussions pour créer un site hospitalier commun aux cantons de Vaud et du Valais. La construction avait débuté en 2015. Très attendu mais aussi retardé et critiqué, notamment sur la gestion et l’emplacement, ce projet a coûté 390 millions de francs, soit 50 millions de plus que prévu initialement selon 24 heures. Le HRC dispose de 300 lits, extensibles à 360, et près de 2000 collaborateurs qui déménageront entre fin octobre et fin novembre sur le nouveau site. Le Centre hospitalier regroupera à terme cinq sites de soins vaudois et valaisans. Ceux-ci étaient devenus trop petits pour assurer certaines missions médicales, a affirmé Pascal Rubin, directeur général du HRC, sur les ondes de la RTS. Une permanence et une gériatrie sont toutefois maintenues à Vevey (VD) et Monthey (VS).

(RTSinfo)

Traumata verändern langfristig die Wahr­nehmung

Menschen, die in ihrer Kindheit Opfer von physischer, emotionaler oder sexueller Misshandlung wurden, verfügen als Erwachsene über eine veränderte Reizwahrnehmung. Das haben Wissenschaftler der Medizinischen Psychologie an der Universität Bonn herausgefunden. So empfanden traumatisierte Personen Berührungsreize als weniger be­ruhigend als Menschen ohne Traumata. Ausserdem hielten sie zu unbekannten Personen eine grössere soziale Distanz. Darüber hinaus entdeckten die Forscher Veränderungen in der Aktivierung bestimmter Gehirnareale. Insgesamt nahmen 92 Erwachsene (64 Frauen und 28 Männer) an der Studie teil. Voraussetzung war, dass die Teilnehmer weder unter neurologischen Erkrankungen litten noch Medikamente einnahmen, um diese Einflüsse auszuschlies­sen. Die sensorische Wahrnehmung testeten die Wissenschaftler, indem sie mit einer Hand entweder in einer schnellen oder einer langsameren Bewegung über die nackte Haut der Schienbeine strichen.

(Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

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Menschen mit traumatisierenden Misshandlungserfahrungen in der Kindheit halten zu unbekannten Personen eine grössere Distanz. ­(Symbolbild, © Luckakcul | Dreamstime.com)

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