Tribüne

Spectrum

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2020.18553
Veröffentlichung: 12.02.2020
Schweiz Ärzteztg. 2020;101(07):230

RTSinfo

ethz.ch

spiegel.de

Un transplanté sur deux en Suisse menacé par des infections graves

Plus de la moitié des patients ayant bénéficié d’une transplantation d’organe développent dans l’année qui suit des infections sévères dues aux médicaments immunosuppresseurs visant à éviter tout risque de rejet. Ce constat émane d’une étude menée de 2008 à 2014 par des chercheurs des centres de transplantation suisses auprès de la quasi-totalité des personnes transplantées dans le pays, soit près de 3000. Il s’agit de la première étude dans ce domaine, publiée dans Clinical Infectious Dis­eases. Les vulnérabilités varient fortement selon le type d’organe transplanté. Les patients ayant reçu un cœur ou des poumons sont les plus à risque dans les semaines suivant la greffe. En revanche, les patients ayant reçu un rein sont relativement peu exposés aux infections graves. Plus de 60% des infections sont d’origine bactérienne, en général causées par des entérobactéries qui tendent à développer une résistance aux antibiotiques. La plupart des infections touchent l’organe transplanté lui-même.

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Dans 60% des cas, les infections sont d’origine bactérienne. (© Doberman84 | Dreamstime.com)

Détecter en temps réel une tumeur au cerveau

L’intelligence artificielle (IA) permet d’analyser presque en temps réel une tumeur au cerveau lors de l’opération d’un patient, selon une étude américaine parue dans Nature Medicine. Les chirurgiens peuvent ainsi opérer de façon «plus sûre et plus précise». L’outil testé peut dire en moins de 2 minutes 30 si les cellules prélevées sont cancéreuses ou non, contre 20 à 30 minutes en moyenne pour une analyse classique. Les chercheurs ont combiné une technique d’imagerie innovante au laser et un algorithme entraîné par l’analyse de plus de 2,5 millions d’images de biopsies. Cet outil permet d’être «mieux équipés pour conserver les tissus sains et n’enlever que les tissus infiltrés par les ­cellules cancéreuses, ce qui se traduit par moins de complications et de meilleurs résultats pour les ­patients cancéreux», disent les chercheurs. Le programme peut aussi déterminer le type de tumeur, parmi les dix cancers du cerveau les plus fréquents. Son efficacité est comparable à celle des médecins pathologistes.

Tribune de Genève

Weltpremiere: Maschine hält Spenderleber eine Woche am Leben

In der Schweiz warten zwei- bis dreimal so viele Menschen auf eine Spenderleber, wie ­tatsächlich transplantiert werden. Es besteht also ein hoher Bedarf an funktionsfähigen Spenderlebern. Einem multidisziplinären ­Forschungsteam ist es nun gelungen, eine ­Maschine zu entwickeln, die eine Leber ­ausserhalb des Körpers eine Woche am Leben erhalten kann. Für die Studie konnten bereits zehn Spenderlebern in der Maschine aufbereitet werden, die alle nicht für eine Transplantation akzeptiert worden waren, weil deren Qualität zu gering war. Sechs dieser zehn Lebern wiesen nach der Perfusion in der Maschine eine hervorragende Funktionsfähigkeit auf. Dank der neuen Technologie können Lebern ausserhalb des Körpers überprüft und behandelt werden, und es kann so Patientinnen und Patienten mit schweren Leberkrankheiten geholfen werden.

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Die Perfusionsmaschine ersetzt die Funktion diverser Organe, um die Leber ausserhalb des Körpers am Leben zu halten. (© USZ)

Hochbegabte in Sachen Gesichtserkennung

Sogenannten Super-Recognizern gelingt, womit eine durchschnittliche Person Mühe hat: Ihnen genügt häufig ein einmaliger und oft nur flüchtiger Blick, um sich ein zuvor unbekanntes Gesicht langfristig einzuprägen. Dass solche Erkennungstalente überhaupt existieren, haben Wissenschaftler erst vor rund zehn Jahren entdeckt.

Das möglicherweise grosse Potential der «Super-Recognizer» erkannte der Scotland-Yard-Mitarbeiter Mike Neville. Dieser betreibt mittlerweile eine Agentur für ebendiese Ausnahmetalente. Forscherinnen und Forscher halten die Datenlage aber für zu dünn, als dass sie einen generellen Einsatz von Super-­Recognizern rechtfertigen würde. Zunächst müsse genau definiert werden, welche Fähigkeiten für welche Art von Ermittlungsaufgaben benötigt würden, um Tests zu entwickeln, mit denen sich die gewünschten Eigenschaften gezielt abgreifen liessen.

nzz.ch

Neues Sars-Virus entdeckt

Laut Christian Drosten, dem Direktor des In­stituts für Virologie an der Charité in Berlin, handelt es sich bei dem neuen in China kursierenden Erreger um ein Sars-Virus, das dem der Sars-Pandemie 2002/2003 ähnelt. Es sei dieselbe Virusart, nur in einer anderen Variante. Aus China wurden bisher 41 Erkrankungen gemeldet, mehrere Patienten befinden sich in kritischem Zustand. Ein 61-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen soll an der Infektion gestorben sein. Zudem gibt es Verdachtsfälle in Thailand, Südkorea und Singapur.

Beruhigend ist laut Drosten der Umstand, dass bisher weder Ärzte noch Pflegepersonal Symptome gezeigt haben. Demnach sei das Virus wohl nicht leicht übertragbar. Allerdings könnte es von Menschen übertragen worden sein, die selbst symptomfrei geblieben sind. Nach derzeitigem Wissen führt der Erreger zu Fieber und Symptomen einer Lungenentzündung, wobei die oberen Atemwege nicht betroffen sind. Die Weltgesundheits­organisation (WHO) arbeitet zurzeit an einem einheitlichen diagnostischen Test.

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Digitalillustration des Sars-Virus (© ­Abhijith Ar | Dreamstime.com)

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