Briefe / Mitteilungen

Replik zum Leserbrief von B. Schaub

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2020.18691
Veröffentlichung: 26.02.2020
Schweiz Ärzteztg. 2020;101(09):297

Philippe Gerber, Gerolfingen

Replik zum Leserbrief von B. Schaub

Brief zu: Schaub B. Antwort auf den Leserbrief «Der Glaube der Eisenliga an die Wirksamkeit des Eisens». Schweiz Ärzteztg. 2020;101(7):214.

Eine einfache Frage an Dr. med. B. Schaub, auf die ich gleich selber antworten werde: Warum haben Frauen im Durchschnitt eine einige Jahre längere Lebenserwartung als Männer? Es ist genau, wie Sie die Ferritin-Werte für beide, Frau und Mann, angegeben haben, nur müssen wir wissen, dass ein positiver Ferritin-Wert nicht auf einen Eisenmangel hinweist, sondern, wissenschaftlich begründet, eine Eisenüberladung anzeigt. Die Antwort auf die oben gestellte Frage lautet also: Die Frau hat gegenüber dem Mann den Vorteil, dass sie eben durch die Menstruation die ­Eisenüberladung einige Jahre hinauszögern kann, also der Alterungsprozess verlangsamt wird.

Auch die Pubertät und die Meno- und Andropause werden v.a. durch den Eisenhaushalt bestimmt: Wenn beim Kind der absolut notwendige Eisengehalt im Körper erreicht ist, steht nun Eisen zur Verfügung zur Synthese der Cytochrome, die wiederum die nicht überlebenswichtigen Sexualhormone synthetisieren können. Das Gegenteil passiert bei der Meno- und Andropause: Wegen der Eisenüberladung der Sexualhormon-bildenden Organe können keine oder nur noch vermindert Sexualhormone gebildet werden.

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