Briefe / Mitteilungen

Bitte nicht vom Problem ablenken

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2020.18693
Veröffentlichung: 26.02.2020
Schweiz Ärzteztg. 2020;101(09):297

Dr. med. Peter Marko, St. Gallen

Bitte nicht vom Problem ablenken

Brief zu: Schaub B. Antwort auf den Leserbrief «Der Glaube der Eisenliga an die Wirksamkeit des Eisens». Schweiz Ärzteztg. 2020;101(7):214.

Die Frage, ob Frauen häufiger unter Eisenmangel leiden als Männer und Kinder, lenkt nur vom entscheidenden Problem ab: Nach gegenwärtigen Kenntnissen und Möglickeiten soll man parenterales Eisen nur in akuten Ausnahmefällen verabreichen. Der Grund ist, dass auch ein vorübergehender Eisenüberschuss schädlich ist [1, 2]. Dies gilt auch für die Niereninsuffizienz [3–5]. Geeigneter sind neuere orale Präparate (Proferrin, Globifer, Ferric maltol = Ferracru), die man leider aus regulatorisch-bürokratischen Gründen in der Schweiz (noch) nicht direkt erhalten kann. Sie sind dazu auch günstiger. Dank Kollege Thumm in Luzern kann man dieses Hindernis umgehen und überwinden.

1 Stephenson E, Mahljoub Y, Dunn JE, Nathoo N. Iron in multiple sclerosis: roles in neurodegeneration and repair. Nat Rev Neurol. 2014;10:459–68.

2 von Healing S, Jankowska E, van Veldhuisen D, Ponikow­ski P, Anker SD. Iron deficiency and cardiovascular disease. Nat Rev Cardiol. 2015;13:659–69.

3 Kletzmayr J, Hörl WH. Iron overload and cardiovascular complications in dialysis patients. Nephrol Dial Transplant. 2002;17(Suppl 2):25–9.

4 Martines AM, Masereeuw R, Tjalsjma H, Hoenderop HG, Wetzels JFM, Swinkels DW. Iron metabolism in the pathogenesis of iron-induced kidney injury. Nat Rev Nephrol. 2013;9:385–98.

5 van Swelm LPR, Wetzels JFM, Swinkels DW. The ­multifaceted role of iron in renal health and disease. Nat Rev Nephrol. 2020;16:77–97.

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