Briefe / Mitteilungen

Sparen im Gesundheitswesen: Hausarzt und -ärztin first!

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2020.19189
Veröffentlichung: 09.09.2020
Schweiz Ärzteztg. 2020;101(37):1139-1140

Gerhard Hauser, ehemaliger Präsident der Hausärzte im Aargau, Wohlen

Sparen im Gesundheitswesen: Hausarzt und -ärztin first!

Bundesrat Berset hat den richtigen Weg beschritten, um die Kosten der Medizin zu ­senken. Zuerst soll der Hausarzt resp. die -ärztin und erst danach der Spezialist resp. die Spezialistin oder das Spital aufgesucht werden. Das bedeutet aber eine bessere Ausbildung der Hausärzte und -ärztinnen und zugleich auch die Kompetenz, zu derer Anwendung und Möglichkeit die Kosten zu verrechnen.

Die Weiterbildung nach dem Staatsexamen müsste auf sieben Jahre erweitert werden und gleichzeitig auch die Ausbildung in Dermatologie, Gynäkologie, Pädiatrie usw. vorgeschrieben werden. Es ist nicht einzusehen, warum die Tätigkeit der Hausärzte und -ärztinnen immer mehr eingeschränkt wird. Wer direkt zum Spezialisten resp. zur Spezialistin oder ins ­Spital geht, soll die ersten 300 Franken selber bezahlen. Die Qualität der medizinischen Leistungen würden gefordert, da der Hausarzt resp. die -ärztin nur solche Spezialisten weiterempfiehlt, die gute Arbeit leisten. Sicher würde weniger operiert. Wenn wir über die Kosten in der Medizin sprechen, müsste man sich auch fragen: Warum wird nicht eines der vielen überflüssigen Spitäler geschlossen?

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