Briefe / Mitteilungen

Unerträgliches Leiden zu unbestimmt und zu subjektiv

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2021.20337
Veröffentlichung: 17.11.2021
Schweiz Ärzteztg. 2021;102(46):1527

Dr. med. Andreas Osterwalder, ­Facharzt ­Chirurgie, Cureggia

Unerträgliches Leiden zu unbestimmt und zu subjektiv

Brief zu: Gilli Y, Bounameaux H. Ärzteschaft und assistierter Suizid. Schweiz Ärzteztg. 2021;102(44):1436–7.

Als 75-jähriges Exit-Mitglied, das hofft, dessen Dienst nie in Anspruch nehmen zu müssen, sich aber die Freiheit dazu sichern will, ist mir beim Artikel «Ärzteschaft und assistierter Suizid» der Untertitel «Ein zu vager Begriff» aufgefallen. «Ärztekammer und FMH brachten seinerzeit vor allem die Sorge zum Ausdruck, dass der in der neuen Fassung der Richtlinien verwendete Begriff des ‘unerträglichen Leidens’ zu unbestimmt und zu subjektiv sei.»

Dass der Schmerz zuerst analysiert, etwelche mögliche Linderung in Betracht gezogen und ein gewisses Zeitlimit gefordert wird, wie auch eine Gesprächstherapie vorausgehen soll, scheint mir logisch. Das Leid aber objektiv und bestimmt zu definieren, wäre die unmögliche Aufgabe für einen Nobelpreis-Anwärter in Philosophie oder Medizin!

Verpassen Sie keinen Artikel!

close