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DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2022.21053
Veröffentlichung: 16.11.2022
Schweiz Ärzteztg. 2022;103(46):31-33

Kevin Morisoda, Patrick Bodenmannb

Für das Département vulnérabilités et médecine sociale (DVMS), das Centre universitaire de médecine générale et santé publique (Unisanté) und die Chaire de médecine des populations en situation de vulnérabilité de l’Université de Lausanne (UNIL).

a Forschungsassistent, Doktorand MD-PhD, b Professor, Abteilungsleiter

MigrationDas schweizerische Gesundheitssystem steht vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Vor acht Monaten ist der Krieg nach Europa zurückgekehrt und hat Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer ins Exil getrieben. Wie diese neue Migrationswelle gestemmt werden kann – und welche Rolle dabei die Interprofessionalität spielt.

Die ukrainische Migrationskrise veranlasste die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schnell, vor den Risiken einer grossen humanitären Krise zu warnen und auf die Notwendigkeit einer Gesundheitspolitik hinzuweisen, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen aus der Ukraine, die in den Aufnahmeländern um Schutz bitten, sicherstellt [1]. Diese Warnung wurde auch von den grossen europäischen medizinischen Fachzeitschriften aufgegriffen, die bereits im März 2022 vor den Herausforderungen der Versorgung der ukrainischen Bevölkerung warnten [2–14].

Laut dem neunzehnten WHO-Bericht über die Notlage in der Ukraine hat der Krieg bereits 10,6 Millionen Menschen zur Flucht aus dem Land veranlasst, dazu kommen 6,64 Millionen Binnenvertriebene, 12 867 verletzte Zivilisten und 5401 getötete Zivilisten [15].

In der Schweiz weist diese Migration im Vergleich zu früheren Migrationswellen besondere Merkmale auf, insbesondere in Bezug auf ihr Ausmass und ihr soziodemographisches Profil. Diese beiden Merkmale stellen wichtige Herausforderungen für die Koordination und den Zugang zur Gesundheitsversorgung dar.

Ausmass der Migrationswelle

Angesichts des schnellen Zustroms einer grossen Zahl von Menschen beschloss die Schweiz, sich den Massnahmen der Europäischen Union anzuschliessen und zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Schutzstatus S (oder Ausweis S) zu aktivieren, eine Aufenthaltsgenehmigung, die 1998 als Folge der Migrationswelle der Jugoslawienkriege eingeführt wurde. Er garantiert den berechtigten Personen sozialen und rechtlichen Schutz, ohne die regulären Asylverfahren durchlaufen zu müssen [16]. Der S-Ausweis gilt für ein Jahr und kann verlängert werden. Er bietet unter anderem das Recht auf Familienzusammenführung, Unterkunft, Arbeit, Reisen, Sozialhilfe, Unterstützung und medizinische Versorgung. Bis zum 31. August 2022 hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) – die für Asyl zuständige Bundesbehörde – 64 032 Anträge auf eine S-Bewilligung erhalten und 61 837 gewährt. Zum Vergleich: Während der «Migrationskrise» im Jahr 2015 hatte die Schweiz im gesamten Jahr nur 39 523 Asylanträge verzeichnet [17]. Darüber hinaus gehen die aktuellen Prognosen des SEM davon aus, dass bis Ende 2022 zwischen 80 000 und 120 000 Anträgen auf eine S-Bewilligung gestellt werden, zu denen Tausende von regulären Asylanträgen, einschliesslich vieler unbegleiteter Minderjähriger, hinzukommen.

Der Druck auf die Bundesverwaltung, die zahlreichen Asylanträge zu bearbeiten, veranlasste das SEM, die Verfahren anzupassen, um die Überstellung der ukrainischen Personen aus den Bundeszentren in die Kantone zu beschleunigen.

Obwohl die Integration der ukrainischen Bevölkerung in der Schweiz sehr gefördert wird, stellt die Solidarität der Bevölkerung mit ihnen eine grosse logistische Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Durch die vollständige Dezentralisierung der Unterbringung dieser Menschen wurde es in einigen Kantonen für die üblichen Strukturen der Migrantenversorgung schlichtweg unmöglich, die gesamte medizinisch-sanitäre Versorgung zu koordinieren.

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Durch Interdisziplinarität kann das schweizerische Sozial- und Gesundheitssystem die Migrationswelle aus der Ukraine stemmen.

© Prazis / Dreamstime

Überwiegend Frauen und Kinder

Mit 40% Kindern (darunter sehr viele Kleinkinder) und mehr als ¾ der Erwachsenen weiblichen Geschlechts weisen die in der Schweiz angekommenen ukrainischen Personen ein ungewöhnliches soziodemografisches Profil auf, das im Gegensatz zu früheren Migrationsströmen insbesondere aus Nordafrika, dem Nahen Osten oder Afghanistan steht, bei denen es sich überwiegend um junge männliche Erwachsene, unbegleitete Minderjährige (Jugendliche) und Familien handelt. Dieses besondere Profil erklärt sich insbesondere durch den geopolitischen Kontext und das Verbot für Männer unter 64 Jahren, die Ukraine zu verlassen.

Infolgedessen unterscheiden sich die Gesundheitsbedürfnisse der ukrainischen Bevölkerung erheblich, und die starke Einbeziehung der Pädiatrie in die Koordination der Pflege und Betreuung dieser Bevölkerung erscheint unerlässlich [18–21]. Darüber hinaus weist die ukrainische Bevölkerung spezifische Gesundheitsbedürfnisse auf, insbesondere aufgrund der hohen Prävalenz von Diabetes, Bluthochdruck und anderen chronischen Krankheiten [7, 22–25]. Eine weitere wichtige Notwendigkeit für die Versorgung der ukrainischen Bevölkerung ist der traumatische Hintergrund des Krieges. Die berichteten Gräueltaten und die Intensität des Krieges machen es erforderlich, dass die Angehörigen der Gesundheitsberufe den Herausforderungen der psychischen Gesundheit dieser Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit schenken [26–29].

Gesundheitliche Chancengleichheit

Ausgehend von diesen Feststellungen und den wenigen Daten aus der internationalen Literatur (hauptsächlich Leitartikel, Expertenmeinungen und Empfehlungen) haben wir drei wesentliche Elemente identifiziert, um eine gerechte Versorgung der ukrainischen Exilbevölkerung zu gewährleisten, nämlich:

Diese drei Elemente sind in Abbildung 1 zusammengefasst, wobei jedes unserer Ansicht nach eine spezifische Dimension der gesundheitlichen Chancengleichheit darstellt.

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Abbildung 1: Die Dimensionen der gesundheitlichen Chancengleichheit der ukrainischen Bevölkerung im waadtländischen Gesundheitssystem.

In den folgenden Abschnitten möchten wir veranschaulichen, wie dieser dreistufige Ansatz im Kanton Waadt in den letzten sechs Monaten umgesetzt wurde (der aufgrund seiner Bevölkerungszahl etwa 10% der Asylbewerber in der Schweiz beherbergt).

Abdeckung der Gesundheitsversorgung

Die systematische und schnelle Erteilung der S-Bewilligung an Personen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen und einen ukrainischen Pass besitzen (im Gegensatz zu Personen, die aus der Ukraine fliehen, aber eine andere Staatsangehörigkeit besitzen), bietet nicht nur einen wichtigen Rechtsschutz, sondern auch Krankenversicherungsschutz. Dieser garantiert die Erstattung der Kosten für Behandlungen, die der Grundversicherung unterliegen.

Der Kanton Waadt beschloss zusätzlich eine Erstattung der Kosten für interkulturelles Übersetzen bei Gesundheitsleistungen, die der Grundversicherung für die fremdsprachige ukrainische Bevölkerung unterliegen. Der Zugang zu interkulturellen Übersetzungsdiensten ermöglicht eine qualitativ hochwertige Versorgung, indem eine wichtige Barriere bei der Versorgung der fremdsprachigen Migrantenbevölkerung beseitigt wird: die Kommunikation.

Schliesslich sind Informationen über die Rechte ukrainischer Personen auf Gesundheitsversorgung und Zugang zu Gesundheitssystemen in Französisch, Ukrainisch und Russisch auf der Website des Kantons unter www.vd.ch verfügbar.

Koordinierung der Pflege

Angesichts fehlender oder unvollständiger Daten über den Gesundheitszustand und -bedarf dieser Bevölkerungsgruppe, ihres soziodemografischen Profils und der verfügbaren medizinisch-sanitären Ressourcen kann nur eine effiziente Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren des Gesundheits-, Sozial- und Asylwesens eine qualitativ hochwertige Versorgung gewährleisten.

So beschloss der Kanton Waadt unter der Verantwortung einer Delegation des Staatsrats im März 2022, eine Task Force «Accueil Ukraine (Aufnahme Ukraine)» zu aktivieren, deren Gesundheitsgruppe unter der Koordination der Abteilung «Vulnérabilités et médecine sociale (DVMS)» von Unisanté und des Kantonsarztdienstes wöchentlich zusammenkommt, um die neuen Gesundheitsbedürfnisse der ukrainischen Bevölkerung zu bewerten und das sozio-sanitäre Netz daran anzupassen. Diese Gruppe, die um die Partner des Netzwerks für Sicherheit und Integration (RESAMI) herum aufgebaut wurde, umfasst die wichtigsten Akteure der Flüchtlingsbetreuung im Kanton Waadt, nämlich den DVMS, den Kantonsarztdienst, die Gesundheits- und Sozialabteilung, die Waadtländer Aufnahmeeinrichtung für Migranten (EVAM), den Sektor Migrantenbetreuung des DVMS, die für die Betreuung von Migranten zuständigen Ärzte der Abteilungen Pädiatrie und Psychiatrie des Universitätsspitals Lausanne (CHUV), die Waadtländer Medizinische Gesellschaft und die Vereinigung der Waadtländer Kinderärzte.

Die Existenz des Sektors Migrantenversorgung (DVMS, Unisanté) und eines Netzwerks von Gesundheitsfachleuten (RESAMI) vor der Ukraine-Krise ermöglichte ein schnelles und koordiniertes Handeln und eine effiziente Anpassung der Versorgungsstruktur an die neue Migrationslage, insbesondere für die ukrainischen Bevölkerungsgruppen, die in Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht sind.

Die Organisation und Koordination der Versorgung, die von der Gesundheitsgruppe der kantonalen Task Force «Aufnahme Ukraine» als Reaktion auf diese Krise vorgeschlagen wurde, unterteilt sich hauptsächlich in zwei Gruppen: ukrainische Personen, die in der Gemeinschaftsunterkunft EVAM wohnen (etwa 25–30%), deren medizinisch-pflegerische Versorgung unter der Verantwortung des DVMS liegt, und ukrainische Personen in Privatwohnungen (etwa 75%, einschliesslich Pflegefamilien und Einzelunterkünften), deren Versorgung unter der Verantwortung der GSD liegt.

Identifizierung der Bedürfnisse

Um über die Herausforderungen der Versorgung der ukrainischen Bevölkerung in der Schweiz zu informieren, beschloss Unisanté, eine kostenlose Fortbildungsreihe für alle Gesundheitsfachleute im Kanton Waadt zu organisieren, die mit der Versorgung ukrainischer Personen befasst sind. Diese Schulungen,einschliesslich eines Podcasts über Tuberkulose [37], werden von verschiedenen Fachleuten durchgeführt und behandeln die wichtigsten Herausforderungen und Bedürfnisse des Gesundheitswesens, wie die Koordination der Pflege, Infektiologie, Pädiatrie, Psychiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Suchtprävention und die Risiken des Menschenhandels.

Das Ziel dieser Fortbildungsreihe ist es auch, ein Maximum an praktischen Informationen für die soziale und gesundheitliche Versorgung dieser Bevölkerungsgruppe im Kanton zu liefern. Um einer möglichst grossen Zahl von Gesundheitsfachleuten, insbesondere den Ärzten der ersten Linie, die Teilnahme zu ermöglichen, werden die Kurse per Videokonferenz und als Präsenzveranstaltungen in den Hörsälen des CHUV angeboten. Darüber hinaus werden sie aufgezeichnet und auf der Website www.resami.ch/ukraine-1/formations frei zugänglich gemacht.

Interdisziplinarität fördern

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Komplexität von sozio-sanitären Situationen wie der Versorgung ukrainischer Personen auf ein dynamisches, sich schnell veränderndes und wenig vorhersehbares Umfeld zurückzuführen ist und eine Koordinierung der verschiedenen Akteure des Sozial- und Gesundheitswesens erfordert. Ein Sozial- und Gesundheitssystem, das an die Interdisziplinarität im Vorfeld einer solchen Krise gewöhnt ist, wird sich effizienter und schneller anpassen können. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Behörden, zu kategorisierte Ansätze im Gesundheitswesen zu vermeiden und sektorübergreifende Ansätze zu fördern, um die komplexen sozio-sanitären Herausforderungen zu bewältigen, denen unser Gesundheitssystem gegenübersteht und in Zukunft gegenüberstehen wird (Migrationskrise, Pandemie, Überalterung der Bevölkerung, Klima- und Umweltkrisen), und so die verschiedenen staatlichen Abteilungen bestmöglich zu koordinieren.

Zu guter Letzt müssen die Migrationsakteure mit einer wichtigen Lobbyarbeit die Bevölkerung und Behörden davon überzeugen, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer lediglich eine sozialgefährdete Bevölkerung unter anderen Menschengruppen darstellen. Die während der Krise eingeführten guten klinischen, institutionellen und strukturellen Praktiken sollten dauerhaft sein und in Zukunft auf alle Bevölkerungsgruppen angewandt werden, die von gesundheitlicher Ungerechtigkeit bedroht sind.

Das Wichtigste in Kürze

Die Schweiz hat in Anlehnung an die Massnahmen der Europäischen Union den Schutzstatus S aktiviert. Dieser garantiert ukrainischen Migranten sozialen und rechtlichen Schutz, ohne die regulären Asylverfahren durchlaufen zu müssen.

Die in der Schweiz angekommenen ukrainischen Personen weisen ein ungewöhnliches soziodemografisches Profil auf, mit 40% Kindern (darunter sehr viele Kleinkinder) und mehr als ¾ der Erwachsenen weiblichen Geschlechts.

Nur durch eine effiziente Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren des Gesundheits-, Sozial- und Asylwesens kann eine qualitativ hochwertige Versorgung gewährleistet werden.

Der Sektor Migrantenbetreuung (DVMS, Unisanté) und ein Netzwerk von Gesundheitsfachleuten (RESAMI) ermöglichen ein schnelles und koordiniertes Handeln und eine effiziente Anpassung der Versorgungsstruktur an diese neue Migrationslage.

Korrespondenz

Kevin.morisod[at]unisante.ch

Literatur

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