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In Zahlen Aus der Wissenschaft Vermischtes Persönlich

News der Woche

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2022.21223
Veröffentlichung: 09.11.2022
Schweiz Ärzteztg. 2022;103(45):9-10

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KI auf dem Teller

Ernährungsberatung Das Digital-Health-Scaleup Oviva, das ARTORG Center for Biomedical Engineering Research der Universität Bern und das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich haben in einer Zusammenarbeit ein KI-gestütztes System entwickelt, das Mahlzeiten und Getränke mittels Bildaufnahme analysiert und dabei automatisiert die Einhaltung der Mittelmeerdiät bewertet. Das Ziel: Mit wenig Aufwand eine detaillierte Auswertung der Ernährungsweise erhalten. Das System soll Ernährungsfachpersonen entlasten, ernährungsbedingten Krankheiten vorbeugen und folglich Gesundheitskosten einsparen. Denn: Wer sich an die mediterrane Ernährung hält, kann Übergewicht vorbeugen und das Risiko für Diabetes oder Herz-Kreislauf-Krankheiten senken. Bei der Mittelmeerdiät basiert der Speiseplan vorwiegend auf Gemüse, Obst, Nüssen, Getreide oder Hülsenfrüchten und zu einer geringen Menge aus Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.

Fachprüfung zur MPK wird als gewinnbringend eingeschätzt

Umfrage Die 2015 eingeführte Weiterbildung zur medizinischen Praxiskoordinatorin beziehungsweise zum Praxiskoordinator (MPK) erfüllt die Erwartungen der Ärzteschaft. Dies zeigt ein Bericht, den der Bundesrat an seiner Sitzung vom 26. Oktober 2022 verabschiedet hat. Die Weiterbildung mit eidgenössischem Fachausweis ist bei medizinischen Praxisassistentinnen und Praxisassistenten (MPA) beliebt und trägt zur Qualität der Versorgung bei. Bis Ende 2021 haben 901 Personen die Weiterbildung absolviert. Umfragen 2016 und 2018 bei der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, den Haus- und Kinderärzten Schweiz sowie der Organisation der Arbeitswelt Berufsbildung MPA (Odamed) haben gezeigt, dass die Fachprüfung zur MPK als gewinnbringend eingeschätzt wird – nicht nur für die Ärzteschaft, sondern auch für die Patientinnen und Patienten und die MPA beziehungsweise MPK selber. Diese Einschätzung wird durch eine 2021 durchgeführte Studie des Berner Hausarztinstituts (BIHAM) gestützt. Sie zeigt, dass der Einsatz von MPK in Hausarztpraxen zum Erhalt der Versorgungsqualität beitragen kann, und dass gewisse Leistungen von den MPK in derselben Qualität durchgeführt werden können, wie wenn diese durch die Hausärztin oder den Hausarzt erbracht werden.

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Medizinische Praxiskoordinatoren tragen zum Erhalt der Versorgungsqualität bei.
© Stevanovicigor / Dreamstime

Behandlungsresistenz überwinden

Kolorektalkrebs Ein Team der Universität Genf (UNIGE) hat einen Weg gefunden, das Resistenzphänomen bei Kolorektalkrebs zu überwinden, das für die geringe Fünf-Jahres-Überlebensrate der Betroffenen verantwortlich ist. Bei Metastasen stützt sich die Behandlung von Darmkrebs auf eine Kombination von Chemotherapien. Sie sind nicht zielgerichtet und aggressiv, verursachen erhebliche Nebenwirkungen und führen bei einer Mehrheit der Patienten zu einer fortschreitenden Resistenz gegen die Behandlung. Das Team unter der Leitung von Patrycja Nowak-Sliwinska, Assistenzprofessorin im Fachbereich Pharmazeutische Wissenschaften der Fakultät für Naturwissenschaften der UNIGE, setzte eine Kombination von Tyrosinkinase-Inhibitoren ein, um dieses Phänomen zu überwinden. Tyrosinkinasen ermöglichen den Transport einer Phosphatgruppe zu einem Schlüsselprotein für die Zellteilung und das Zellwachstum. Durch eine spezifische Mischung hemmender Moleküle werden diese Enzyme «blockiert», und der Transport wird unterbrochen. Dadurch wird die Vermehrung der Tumorzellen gestoppt oder gebremst. «Neben der Überwindung der Resistenz hat diese Behandlung den Vorteil, dass sie gezielt ist. Ihre Wirkung richtet sich spezifisch auf die Tumorzellen», schlussfolgert Patrycja Nowak-Sliwinska.

Rückkehr ans Spital Einsiedeln

AMEOS Spital Dr. med. Juliane Steffen verstärkt seit dem 1. November das Team der Allgemeinen Inneren Medizin am AMEOS Spital Einsiedeln. Als Unterassistenzärztin und Assistenzärztin hat Juliane Steffen in verschiedenen Regionalspitälern in der Schweiz gearbeitet, darunter auch in Einsiedeln. Dort war sie später auch als Oberärztin und Leitende Ärztin tätig, bevor sie ans Stadtspital Triemli in Zürich wechselte. Seit 2016 arbeitete Steffen als Hausärztin in Einsiedeln. Die 45-jährige stammt aus Thüringen und liess sich ursprünglich zur Physiotherapeutin ausbilden. 2012 legte sie die Facharztprüfung für Allgemeine Innere Medizin ab.

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Dr. med. Juliane Steffen

Solothurn erhält neuen Pflegedirektor

SOH Christoph Schröder wird neuer Direktor Pflege der Solothurner Spitäler ab 1. Februar 2023. Der gebürtige Deutsche ist diplomierter Pflegefachmann und kam 1991 ans Kantonsspital Aarau. Dort absolvierte er diverse Zusatzausbildungen bis zum Experten und Berufsbildner Intensivpflege, und übernahm die Leitung der Abteilung Intensivpflege. 2012 schloss er einen MAS in Managed Health Care ab und übernahm die stellvertretende Bereichsleitung Pflege/MTTD Chirurgie. Seit Juli 2019 ist Christoph Schröder als Leiter Pflegedienst und Mitglied des erweiterten Managementteams in der Klinik Hirslanden Zürich tätig.

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Christoph Schröder

Neue Aufgabe für Styliani Mantziari

CHUV Dr. med. Styliani Mantziari ist seit dem 1. November die neue Leiterin der bariatrischen Chirurgie am Universitätsspital Lausanne (CHUV). Ausserdem ist sie Co-Leiterin des medizinisch-chirurgischen Zentrums für Adipositas. Nach dem Medizinstudium in Griechenland promovierte Mantziari an der Universität Lausanne. Ihre Assistenzzeit absolvierte sie am Spital Wallis und am CHUV. Danach war sie in leitender Tätigkeit an den Spitälern in Delémont und in Morges tätig. Zuletzt arbeitete Mantziari als Oberärztin am Universitätsspital Lille (FR), wo sie sich auf Öso-Gastro-Chirurgie spezialisierte.

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PD Dr. med. Styliani Mantziari
© SAM-CHUV / E. Deroze

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