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Tribüne

Spectrum

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DOI: 10.4414/saez.2017.05437
Veröffentlichung: 15.03.2017
Schweizerische Ärztezeitung | Bulletin des médecins suisses | Bollettino dei medici svizzeri | 2017;98:11

Welt-Glaukoma-Woche vom 12.–18. März

Werden erste Sehprobleme bemerkt, ist der Schaden bereits irreparabel: Lediglich das Fortschreiten des Glaukoms lässt sich dann noch verzögern oder aufhalten. Die Mehrheit der Patienten (54%) berichtet von verschwommenen Bereichen (siehe Foto), gewisse unter ihnen (16%) von verschwundenen Objekten. Eine völlige Erblindung ist nach wie vor selten. Die Früherkennung ist daher wichtig und mit der Empfehlung verbunden: ab dem 40. Lebensjahr regelmässig zum Augenarzt. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung ­eines Glaukoms sind: eine familiäre Vorbelastung, erhöhter Blutdruck, Diabetes mellitus 2 und Kurzsichtigkeit.

Immunabwehr: Grüner Eiter enthält aggressive Säure

Forschern der Universität und des Universitätsspitals Basel ist es gelungen, die Rolle des Enzyms MPO zu klären, das dem Eiter eine grünliche Farbe gibt: Es setzt sich direkt auf die Oberfläche von Bakterien und stellt dort die äusserst aggressive Hypochlorsäure her. Diese reagiert sofort mit der Umgebung, frisst ein Loch in die Zellhülle des Bakteriums und tötet es so. Das umliegende Gewebe bleibt dabei verschont. Die Ergebnisse der Studie, die jetzt in Nature Microbiology ver­öffentlicht sind, geben Ansatzpunkte für Therapien zur Stärkung der Immunabwehr. «Dieser Ansatz ist insofern interessant, als es bisher lediglich Medikamente gibt, die das Gegen­teil tun und MPO hemmen», sagt Professor Dirk Bumann vom Biozentrum der Universität ­Basel. «Der Grund ist, dass MPO bei Herzerkrankungen auch negative Auswirkungen auf den Köper haben kann.»

Pourquoi parlons-nous «bébé» aux chiens?

Lorsque nous parlons amicalement à un chien, nous changeons d’intonation comme s’il s’agissait d’un bébé humain. Quelles sont les causes de ce changement? Le visage attendrissant d’un chiot pourrait expliquer notre comportement, cependant une étude vient de montrer que nous continuons de parler «bébé» à des chiens adultes. De plus, alors que les chiots sont très réactifs au «parler bébé», les chiens plus âgés n’y prêtent pas plus attention qu’au langage normal. Ces résultats, auxquels ont contribués des chercheurs de l’Institut des neurosciences Paris-Sa- clay (CNRS / Université Paris-Sud) basés à l’Université Jean Monnet de Saint-Etienne, sont publiés dans la revue Proceedings of the Royal Soci­- ety B . Ils suggèrent que le «parler bébé» est utilisé pour interagir avec un être vivant ne maîtrisant pas la parole. Si nous parlons ainsi à notre chien, c’est parce que nous ­aimerions qu’un jour il nous réponde… en parlant!

Viel beachtete Twitter-Aktion

Das Inselspital twitterte an Heiligabend während 24 Stunden aus dem Universitären Notfallzentrum UNZ. Es resultierten 78 Tweets. 24 Stunden zusammengefasst in 10 000 Zeichen. Hinter diesen Zahlen stehen die Geschichten der Menschen, die ein Unfall oder eine Krankheit in den Notfall gebracht hat. Die Aktion sollte zeigen, was das Team des Notfallzen­trums täglich leistet. Offenbar ist dies gelungen. Das beweisen die Reaktionen, die das Inselspital erhalten hat: «Euch allen, jedem Einzelnen von euch, einfach ein grosses und herzliches Danke. Toll dass es euch gibt!», lautete beispielsweise ein Kommentar. Franziska Ingold, Leiterin Kommunikation und Marketing, hatte die Federführung bei der Aktion. Ihre Bilanz in 140 Zeichen: «Hier ist noch lange nicht Schluss – wir ziehen uns nach 24 Std. zurück. Danke dem Team für den Einblick. Es war toll bei euch. #24hNotfall»

(Insel Gruppe AG)

Fribourg, capitale de la résistance aux antibiotiques

L’Université de Fribourg accueille, depuis début 2017, le Centre national de référence pour la détection précoce et la surveillance de nouvelles résistances aux antibiotiques. En allemand: Nationales Referenzlaboratorium zur Früherkennung neuer Antibiotikaresis­tenzen und Resistenzmechanismen (NARA). C’est le premier centre suisse de référence en médecine qui voit le jour dans le canton de Fribourg. Il répond à un enjeu de santé publique et découle d’une stratégie nationale développée à cet effet. La direction du NARA a été confiée à Patrice Nordmann, professeur de microbiologie médicale et moléculaire au Département de médecine de l’Université de Fribourg, qui étudie les bactéries résistantes de longue date.

(Université de Fribourg)

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Welt-Glaukoma-Woche vom 12.–18. März

Werden erste Sehprobleme bemerkt, ist der Schaden bereits irreparabel: Lediglich das Fortschreiten des Glaukoms lässt sich dann noch verzögern oder aufhalten. Die Mehrheit der Patienten (54%) berichtet von verschwommenen Bereichen (siehe Foto), gewisse unter ihnen (16%) von verschwundenen Objekten. Eine völlige Erblindung ist nach wie vor selten. Die Früherkennung ist daher wichtig und mit der Empfehlung verbunden: ab dem 40. Lebensjahr regelmässig zum Augenarzt. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung ­eines Glaukoms sind: eine familiäre Vorbelastung, erhöhter Blutdruck, Diabetes mellitus 2 und Kurzsichtigkeit.

(Medienmitteilung FatzerImbach)

Immunabwehr: Grüner Eiter enthält aggressive Säure

Forschern der Universität und des Universitätsspitals Basel ist es gelungen, die Rolle des Enzyms MPO zu klären, das dem Eiter eine grünliche Farbe gibt: Es setzt sich direkt auf die Oberfläche von Bakterien und stellt dort die äusserst aggressive Hypochlorsäure her. Diese reagiert sofort mit der Umgebung, frisst ein Loch in die Zellhülle des Bakteriums und tötet es so. Das umliegende Gewebe bleibt dabei verschont. Die Ergebnisse der Studie, die jetzt in Nature Microbiology ver­öffentlicht sind, geben Ansatzpunkte für Therapien zur Stärkung der Immunabwehr. «Dieser Ansatz ist insofern interessant, als es bisher lediglich Medikamente gibt, die das Gegen­teil tun und MPO hemmen», sagt Professor Dirk Bumann vom Biozentrum der Universität ­Basel. «Der Grund ist, dass MPO bei Herzerkrankungen auch negative Auswirkungen auf den Köper haben kann.»

(Universitätsspital Basel)

Pourquoi parlons-nous «bébé» aux chiens?

Lorsque nous parlons amicalement à un chien, nous changeons d’intonation comme s’il s’agissait d’un bébé humain. Quelles sont les causes de ce changement? Le visage attendrissant d’un chiot pourrait expliquer notre comportement, cependant une étude vient de montrer que nous continuons de parler «bébé» à des chiens adultes. De plus, alors que les chiots sont très réactifs au «parler bébé», les chiens plus âgés n’y prêtent pas plus attention qu’au langage normal. Ces résultats, auxquels ont contribués des chercheurs de l’Institut des neurosciences Paris-Sa- clay (CNRS / Université Paris-Sud) basés à l’Université Jean Monnet de Saint-Etienne, sont publiés dans la revue Proceedings of the Royal Soci­- ety B . Ils suggèrent que le «parler bébé» est utilisé pour interagir avec un être vivant ne maîtrisant pas la parole. Si nous parlons ainsi à notre chien, c’est parce que nous ­aimerions qu’un jour il nous réponde… en parlant!

(Université Paris-Sud)

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Fribourg, capitale de la résistance aux antibiotiques

L’Université de Fribourg accueille, depuis début 2017, le Centre national de référence pour la détection précoce et la surveillance de nouvelles résistances aux antibiotiques. En allemand: Nationales Referenzlaboratorium zur Früherkennung neuer Antibiotikaresis­tenzen und Resistenzmechanismen (NARA). C’est le premier centre suisse de référence en médecine qui voit le jour dans le canton de Fribourg. Il répond à un enjeu de santé publique et découle d’une stratégie nationale développée à cet effet. La direction du NARA a été confiée à Patrice Nordmann, professeur de microbiologie médicale et moléculaire au Département de médecine de l’Université de Fribourg, qui étudie les bactéries résistantes de longue date.

(Université de Fribourg)

Staphylocoque doré résistant à la méthicilline.
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Viel beachtete Twitter-Aktion

Das Inselspital twitterte an Heiligabend während 24 Stunden aus dem Universitären Notfallzentrum UNZ. Es resultierten 78 Tweets. 24 Stunden zusammengefasst in 10 000 Zeichen. Hinter diesen Zahlen stehen die Geschichten der Menschen, die ein Unfall oder eine Krankheit in den Notfall gebracht hat. Die Aktion sollte zeigen, was das Team des Notfallzen­trums täglich leistet. Offenbar ist dies gelungen. Das beweisen die Reaktionen, die das Inselspital erhalten hat: «Euch allen, jedem Einzelnen von euch, einfach ein grosses und herzliches Danke. Toll dass es euch gibt!», lautete beispielsweise ein Kommentar. Franziska Ingold, Leiterin Kommunikation und Marketing, hatte die Federführung bei der Aktion. Ihre Bilanz in 140 Zeichen: «Hier ist noch lange nicht Schluss – wir ziehen uns nach 24 Std. zurück. Danke dem Team für den Einblick. Es war toll bei euch. #24hNotfall»

(Insel Gruppe AG)

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Welt-Glaukoma-Woche vom 12.–18. März

Werden erste Sehprobleme bemerkt, ist der Schaden bereits irreparabel: Lediglich das Fortschreiten des Glaukoms lässt sich dann noch verzögern oder aufhalten. Die Mehrheit der Patienten (54%) berichtet von verschwommenen Bereichen (siehe Foto), gewisse unter ihnen (16%) von verschwundenen Objekten. Eine völlige Erblindung ist nach wie vor selten. Die Früherkennung ist daher wichtig und mit der Empfehlung verbunden: ab dem 40. Lebensjahr regelmässig zum Augenarzt. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung ­eines Glaukoms sind: eine familiäre Vorbelastung, erhöhter Blutdruck, Diabetes mellitus 2 und Kurzsichtigkeit.

(Medienmitteilung FatzerImbach)

Immunabwehr: Grüner Eiter enthält aggressive Säure

Forschern der Universität und des Universitätsspitals Basel ist es gelungen, die Rolle des Enzyms MPO zu klären, das dem Eiter eine grünliche Farbe gibt: Es setzt sich direkt auf die Oberfläche von Bakterien und stellt dort die äusserst aggressive Hypochlorsäure her. Diese reagiert sofort mit der Umgebung, frisst ein Loch in die Zellhülle des Bakteriums und tötet es so. Das umliegende Gewebe bleibt dabei verschont. Die Ergebnisse der Studie, die jetzt in Nature Microbiology ver­öffentlicht sind, geben Ansatzpunkte für Therapien zur Stärkung der Immunabwehr. «Dieser Ansatz ist insofern interessant, als es bisher lediglich Medikamente gibt, die das Gegen­teil tun und MPO hemmen», sagt Professor Dirk Bumann vom Biozentrum der Universität ­Basel. «Der Grund ist, dass MPO bei Herzerkrankungen auch negative Auswirkungen auf den Köper haben kann.»

(Universitätsspital Basel)

Pourquoi parlons-nous «bébé» aux chiens?

Lorsque nous parlons amicalement à un chien, nous changeons d’intonation comme s’il s’agissait d’un bébé humain. Quelles sont les causes de ce changement? Le visage attendrissant d’un chiot pourrait expliquer notre comportement, cependant une étude vient de montrer que nous continuons de parler «bébé» à des chiens adultes. De plus, alors que les chiots sont très réactifs au «parler bébé», les chiens plus âgés n’y prêtent pas plus attention qu’au langage normal. Ces résultats, auxquels ont contribués des chercheurs de l’Institut des neurosciences Paris-Sa- clay (CNRS / Université Paris-Sud) basés à l’Université Jean Monnet de Saint-Etienne, sont publiés dans la revue Proceedings of the Royal Soci­- ety B . Ils suggèrent que le «parler bébé» est utilisé pour interagir avec un être vivant ne maîtrisant pas la parole. Si nous parlons ainsi à notre chien, c’est parce que nous ­aimerions qu’un jour il nous réponde… en parlant!

(Université Paris-Sud)

Ungefähr so nehmen Glaukom-Patienten ­verschwommene Bereiche wahr.

(Medienmitteilung FatzerImbach)

(Universitätsspital Basel)

(Université Paris-Sud)

© Nikolais | dreamstime.com