FMH

Sitzung vom 24. August 2017

Nachrichten aus dem 
Zentralvorstand

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2017.06145
Veröffentlichung: 31.10.2017
Schweiz Ärzteztg. 2017;98(44):1442

Jeanine Glarner

Kommunikationsspezialistin, Abteilung Kommunikation der FMH

Richtlinien «Betreuung und Behandlung von Menschen mit Demenz» – In der Schweiz leben rund 120 000 Menschen mit Demenz. Mit der Nationalen Demenzstrategie haben Bund und Kantone Ziele festgelegt, um die Lebensqualität dieser wachsenden Patientengruppe zu verbessern, Belastungen zu verringern und die Qualität der Versorgung zu garantieren. Die SAMW und die Schweizerische Gesellschaft für Gerontologie haben medizin-ethische Richtlinien zur Betreuung und Behandlung von Menschen mit Demenz ausgearbeitet. Sie richten sich an Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen und weitere therapeutisch tätige Fachpersonen. Der Zentralvorstand unterstützt die Richtlinien in seiner Vernehmlassungsantwort.

Online-Konsultation Agenda 2030 – Der Bundesrat setzt sich national und international für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ein. In einer ersten Phase führt der Bund eine Bestandesaufnahme durch, die klären soll, wo die Schweiz in der Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) und deren 169 Zielvorgaben (Targets) steht. Die FMH hat sich lediglich zu «Health and Well Being» geäussert.

Konzept Schweizer Register für seltene Krankheiten (SRSK) – Für die klinisch-epidemiologische Forschung und den Wissensaufbau bei seltenen Erkrankungen sind Register wichtige Datenquellen. Der Nutzen hängt jedoch entscheidend vom Registeraufbau und der Datenqualität ab. Im vorliegenden Konzept bleiben entscheidende Punkte offen. Da sensitive Daten regis­triert werden, befürwortet die FMH die Registrierung der personenbezogenen Gesundheitsdaten nur, wenn die betroffenen Patienten umfänglich informiert wurden und ihr Einverständnis zur Datenregistrierung schriftlich erteilen.

Überarbeitung Fragebogen MARS – Die Erhebung der Strukturdaten 2015 der Arztpraxen und der ambulanten Zentren MAS wurde im Juni 2017 abgeschlossen. Rund 75 Prozent der angeschriebenen Leistungserbringer haben sich beim Bundesamt für Statistik (BFS) gemeldet. Die Schnittstellen der Ärztekasse, NewIndex und FMH haben technisch bestens funktioniert, sodass bereits existierende Daten nicht nochmals eingegeben werden mussten. Basierend auf den Erfahrungen der ersten Erhebung ist die FMH zusammen mit dem BFS daran, den Fragebogen zu optimieren und dem nun vorliegenden Bearbeitungsreglement anzupassen.

Projekt TARCO – Das Projekt TARCO zur Gesamtrevision des TARMED ist planmässig unterwegs und Ende Oktober 2017 soll die finale Nomenklatur vorliegen. Nach Genehmigung der Nomenklatur durch das Steuerungsorgan Cockpit Ende Oktober 2017 soll diese anschliessend den Tarifpartnern vorgestellt und mit ihnen diskutiert werden. Parallel laufen gemeinsam mit den Tarifpartnern die Arbeiten an der Spartenkalkulation und die Aktualisierung der Kostenmodelle.

Zweiter Tarifeingriff – Der Bundesrat hat am 16. August 2017 den Grundsatzentscheid zum zweiten Tarif­eingriff beim ambulanten Tarif TARMED gefällt und hält am zweiten Tarifeingriff per 1. Januar 2018 fest. Der Bundesrat hat aufgrund der Vernehmlassungsantworten einzelne Korrekturen vorgenommen. Die Publikation der Verordnung wird erst für Ende Oktober 2017 erwartet. Die Umstellung soll dann per 1. Januar 2018 erfolgen, was eine sehr kurze Zeit für die Umsetzung und Anpassungen darstellt.

Korrespondenzadresse

FMH
Jeanine Glarner
Elfenstrasse 18
CH-3000 Bern 15
Tel. 031 359 11 11
Fax 031 359 11 12
kommunikation[at]fmh.ch

Verpassen Sie keinen Artikel!

close