Briefe / Mitteilungen

Fragwürdiger Ablauf bei Buchbestellung

Dominik Hufschmid

DOI : https://doi.org/10.4414/saez.2017.06184
Veröffentlichung : 08.11.2017
Schweiz Ärzteztg. 2017;98(45):1501

Fragwürdiger Ablauf bei 
Buchbestellung

Dieser Leserbrief nimmt keine Stellung zu ­einem behandelten Thema in der SÄZ, er soll aufgrund einer schlechten Erfahrung meinerseits Kolleginnen und Kollegen davor bewahren, denselben Fehler zu machen.

Im Mai erhielt ich vom Majo Verlag eine ­E-Mail, dass sein neues Buch «Spital und Recht» erschienen sei. Zitat: «Das Buch beantwortet in klarer und verständlicher Sprache die wichtigsten rechtlichen Fragen rund um Spital und Recht und bietet Mitarbeitern in Spitälern eine praktische Orientierungshilfe. Der Preis der Broschüre beträgt Fr. 49.—.»

Nach einer Reminder-Mail eine Woche später mit ähnlichem Inhalt bestellte ich das Buch, als im Spital tätiger Mitarbeiter bin ich fast täglich mit diesem Thema konfrontiert. Dieses Buch (oder Büchlein, ca. 50 Seiten) wurde dann wenig später per Post zugestellt.

Ein erstes Mal staunte ich, als Anfang September ohne weitere Bestellung ein zweites Buch gleicher Grösse ankam, inkl. Rechnung über Fr. 49.—. Habe ich da etwas übersehen bei der ersten Bestellung? Besteht dieses Buch aus zwei Teilen? Wird wohl so sein, weshalb ich auch diese Rechnung bezahlte.

Fast meine Gesichtsfarbe wechselte ich, als letzte Woche ein Paket mit zehn weiteren Büchern kam, Band III–XII, inkl. Rechnung über Fr. 490.00! Das habe ich sicher nicht bestellt, weshalb ich Herrn Schürer eine Mail schrieb. Seine Antwort lautete (Zitat): «Bei der jetzigen Lieferung handelt es sich um Fortsetzungen (Spital und Recht), die Sie automatisch erhalten haben (Abonnement). Bereits zugestellte Fortsetzungen können nicht retourniert werden. Wie das Abonnement entstanden ist, hängt davon ab, wann Sie die Bestellung der ersten Lieferung aufgegeben haben. Bei Bestellungen ab Juni wurde dies auf der Rechnung aufgeführt, bei Bestellungen vor Juni wurde dies noch nicht aufgeführt, aber im Juni in einem separaten Schreiben mitgeteilt. Wir bestätigen hiermit, dass wir Ihnen ab ­sofort zukünftig keine weiteren Fortsetzungen mehr zustellen werden.»

Leider konnte ich das nicht mehr nachvollziehen, weil ich die ersten beiden Rechnungen nicht mehr habe – mein Fehler. Jedoch ist es meines Erachtens Abzocke, wenn man Werbung für ein Buch à Fr. 49.— macht, sich diese Bestellung letztlich jedoch als Abonnement für 12 Bücher (oder gar mehr?) herausstellt!

Auf der Homepage (www.majoverlag.ch) steht beim Bestellvorgang weder etwas von einem Preis pro Einheit (Buch? Serie?), noch von einem Abonnement. Man kann von den drei angebotenen Büchern (Spital und Recht, Spitex und Recht, Heim und Recht) die Anzahl auswählen (1, 2, ...) und unter Angabe von Namen bestellen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hoffe, dass niemand denselber Fehler wie ich gemacht hat oder nicht machen wird.

Anmerkung der Redaktion:

Der Majo Verlag verzichtete auf die ihm angebotene Stellungnahme, wies aber 
die Redaktion darauf hin, dass es im geschilderten Fall zu einer einvernehmlichen Lösung kam und die ganze Sendung retourniert werden konnte.

Dr. med. Dominik Hufschmid, Baden

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