Briefe / Mitteilungen

Antwort auf den Leserbrief von Dr. Hatziisaak

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2018.06979
Veröffentlichung: 08.08.2018
Schweiz Ärzteztg. 2018;99(32):1018

Prof. Dr. med. Jörg Goldhahn, Wallbach

Antwort auf den Leserbrief von Dr. Hatziisaak

Brief zu: Hatziisaak T. Medizinstudium der Zukunft. Schweiz Ärzteztg. 2018;99(28-29):932.

Wir möchten uns für die pointierte Betrachtung unseres Studiengangs bedanken. Da der Fokus des Interviews auf den neuen Schwerpunkten an der ETH lag, wurden einige Aspek­te nicht erörtert, die ich gerne hier aufgreifen möchte. Unsere Studenten lernen schon im obligatorischen Pflegepraktikum den Alltag in medizinischen Einrichtungen kennen. Ausserdem erhalten sie Einblicke in die klinische Versorgung schon in der Einführungswoche am Kantonsspital Baden und im ersten Semester in der Veranstaltung «Grundlagen der Arzt/Patientenbeziehungen» durch Ihre Kollegen des Instituts für Hausarztmedizin Zürich. Im weiteren Verlauf vermitteln ­klinische Partner aus dem Universitätsspital Zürich klinische Einblicke, und unsere Studenten üben Untersuchungstechniken an der Schulthess Klinik sowie dem Kantonsspital Aarau und lernen Grundlagen der Diagnostik gemeinsam mit einem Netzwerk an klinischen Partnern, z.B. vom Universitätsspital Zürich und Kantonsspital Winterthur. Im 3. Studienjahr wenden die Studierenden ihre Kenntnisse dann an Patienten unserer Partnerspitäler im Tessin im Rahmen einer praktischen Woche an. Ich kann Ihnen daher versicher­n, dass unser Studiengang nicht «technokratisch», sondern sehr praxisnah wird. Aus der Praxis kommt auch die Team­fähigkeit und interprofessionelle Zusammenarbeit, die explizit im neuen Lernzielkatalog gefordert und in unserem Curriculum von vielen Gremien wie FMH, H+, VSAO und weiteren unterstützt werden. Gern lade ich Sie zu einer konstruktiven Diskussion vor Ort ein.