access_time veröffentlicht 19.12.2017

Standortbestimmung und Ausblick

Matthias Scholer, Online Redaktor

In eigener Sache

Standortbestimmung und Ausblick

19.12.2017

Die Resultate der neuesten gfs Umfrage zum Thema «Medizinische Fachzeitschriften».

Auch an der diesjährigen Sitzung der Redaktionskommissionen des Schweizerischen Ärzteverlags EMH gaben sich zahlreiche Delegierte medizinischer Fachgesellschaften ein Stelldichein. Im Zentrum des Anlasses standen neben dem 20-Jahr-Jubiläum des Verlags die Auswertung der aktuellen gfs Umfrage zum Thema «Medizinische Fachpresse». Auch wenn deren Resultate für die drei EMH-Kernprodukte Schweizerische Ärztezeitung (SÄZ), Swiss Medical Forum (SMF) und Swiss Medical Weekly (SMW) vielversprechend ausfielen, wurde seitens der Verlagsleitung auf die anstehenden, grossen Herausforderungen und die unsichere Zukunft auf Grund der stufenweise wegfallenden finanziellen Unterstützung durch die FMH hingewiesen. Sehen Sie ich dazu auch die beiden Videointerviews ganz zum Schluss dieses Beitrags an.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Im 2017 wiederholte das renommierte Markt- und Sozialforschungsinstituts gfs-zürich die «Leserumfrage Medizinische Fachpresse». Im Gegensatz zur letzten Studie im 2010 wurden nun auch detaillierte, qualitative Daten zu den 48 untersuchten Zeitschriften erhoben.

  • An der Umfrage nahmen 2550 Ärztinnen und Ärzte verschiedenster Fachrichtungen und aus allen Länderegionen teil. Damit konnten die Rahmenbedingungen für eine repräsentative Untersuchung erfüllt werden.

  • Die Umfrage entspricht den hohen Qualitätsanforderungen der WEMF ((Link setzen)) und erfüllt so die Ansprüche einer neutral erhobenen, transparenten Studie.

  • Sämtliche Resultate und Angaben zum Studienaufbau können hier eingesehen werden.

  • Ein kurzer Tagungsbericht erschien in der Ausgabe 50 der SÄZ. 

 

 

1) Internet und Fachzeitschriften dienen den Ärztinnen und Ärzten gleichermassen als Informationsquelle. Interessanterweise trifft diese Aussage auch auf jüngere MedizinerInnen zu. Übrigens: Als weitere Informationsquelle dienen (in absteigender Reihenfolge): Berufsorganisationen, Firmeninformationen und PharmavertreterInnen.




2) Wie bereits 2010 ist die SÄZ auch 2017 sowohl in der Deutsch- als auch in der Welschschweiz die meistgelesene medizinische Fachzeitschrift: 94% der Ärztinnen und Ärzte lesen sie zumindest gelegentlich oder blättern sie durch, und stolze 60% sehen sich jede Ausgabe an. 




3) Als wichtigstes Qualitätskriterium erachtet die Leserschaft die redaktionelle Unabhängigkeit einer Zeitschrift, gefolgt von einer Peer Review.




Dr. Andreas Schaub, Studienleiter und Geschäftsführer gfs-zürich, fasst das Wichtigste der Studie zusammen:





Wie geht es mit dem Schweizerischen Ärzteverlag EMH weiter?

Die wegfallenden Sockelbeiträge der FMH an die Schweizerische Ärztezeitung (SÄZ), das Swiss Medical Forum (SMF) und Swiss Medical Weekly (SMW) werden auf Produktionsebene einige Anpassungen nötig machen. Eine der Herausforderungen wird darin bestehen, die in der gfs-Umfrage als äusserst wichtig eingestufte redaktionelle Unabhängigkeit trotz gekürztem Budget aufrecht zu erhalten.

Ruedi Bienz, abtretender Geschäftsleiter EMH zur gegenwärtigen Situation:




Hans Kurt, Präsident des Verwaltungsrats EMH, wagt einen Blick in die Zukunft:


Matthias Scholer

Online Redaktor

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