access_time veröffentlicht 06.07.2017

Vorschlag der FMH - im Interesse einer hohen Patientensicherheit

FMH - Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte.

Zulassung von Ärztinnen und Ärzten

Vorschlag der FMH - im Interesse einer hohen Patientensicherheit

06.07.2017

Das Schweizer Gesundheitswesen ist auf ausländische Ärztinnen und Ärzte angewiesen. Diesen Umstand gilt es bei der Zulassungssteuerung zu berücksichtigen. Patientinnen und Patienten müssen auf eine qualitativ hochstehende medizinische Versorgung zählen können. Der bundesrätliche Vorschlag zur Zulassungssteuerung ist aufgrund des hohen administrativen Aufwands kaum umsetzbar. Der Lösungsvorschlag der FMH mit drei kumulativ zu erfüllenden Qualitätskriterien fokussiert klar auf die Patientensicherheit.

Zur Gewährleistung der Gesundheitsversorgung werden in der Schweiz heute noch zu wenige medizinische Nachwuchskräfte ausgebildet. Daher sind wir auf Ärztinnen und Ärzte mit einem ausländischen Diplom angewiesen, die eine Arzttätigkeit in der Schweiz aufnehmen. Im Jahr 2016 wurden 1302 eidgenössische Facharzttitel erteilt. Rund 44 Prozent davon gingen an Ärztinnen und Ärzte mit einem ausländischen Arztdiplom. Darüber hinaus wurden über 1500 ausländische Facharzttitel anerkannt.

Eine neue Zulassungsregelung muss der Tatsache Rechnung tragen, dass die Schweiz auf ausländische Ärztinnen und Ärzte angewiesen ist und die Qualität der ärztlichen Tätigkeit gewährleistet sein muss. Die FMH schlägt daher einfach anwendbare und nachweislich wirksame Qualitätskriterien für die Zulassung von Ärztinnen und Ärzten in eigenverantwortlicher Tätigkeit (selbständig wie angestellt) vor.


Die FMH fordert drei kumulativ zu erfüllende Qualitätskriterien:

  • Ärztliche Tätigkeit in der für die Zulassung beantragten Fachdisziplin: Ärzte sind mindestens drei Jahre an einer anerkannten Weiterbildungsstätte in der für die Zulassung beantragten Fachdisziplin ärztlich tätig. In diesen Jahren erwerben sie Kenntnisse über das Gesundheits-, Versicherungs- und Sozialsystem unseres Landes, verstehen die regionalen Gewohnheiten und verfügen über eine gute Vernetzung im anvisierten Spezialgebiet.

  • Fortbildungsnachweis einfordern: Nach Erwerb des Weiterbildungstitels (Facharzt) müssen sich Ärzte während ihres ganzen Berufslebens fortbilden. Der Fortbildungsnachweis muss in allen 46 Fachgebieten regelmässig periodisch eingefordert werden. Dies ist ein klar belegbares und einfach überprüfbares Qualitätskriterium.

  • Sprachkompetenz: Ärzte müssen die in ihrer Tätigkeitsregion erforderliche Sprachkompetenz in einer in der Schweiz abgelegten Sprachprüfung nachweisen. Medizin ist Teamarbeit, Missverständnisse vermeiden ist prioritär.


Auskunft: 

Jacqueline Wettstein, Leiterin Abteilung Kommunikation FMH

Tel. 031 359 11 50, E-Mail: jacqueline.wettstein@fmh.ch 

FMH - Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte.

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