FMH

Sitzung vom 18. Mai 2017

Nachrichten aus dem 
Zentralvorstand

DOI: https://doi.org/10.4414/saez.2017.05851
Veröffentlichung: 26.07.2017
Schweiz Ärzteztg. 2017;98(3031):934

Jeanine Glarner

Kommunikationsspezialistin, Abteilung Kommunikation der FMH

FMH Label Good Practice – Es entstehen mehr und mehr neue Formen von Einrichtungen der medizinischen Versorgung. Damit verbunden werden künftig mehr Ärztinnen und Ärzte im Angestelltenverhältnis arbeiten und damit keine unternehmerische Gesamtverantwortung für eine Praxis mehr tragen. Die FMH steht für Qualität und Ethik in der ärztlichen Arbeit und damit für Patientensicherheit. Um diese gewohnt hohen Standards zu gewährleisten, ist ihre Standesordnung wesentlicher Bestandteil. Die Delegiertenversammlung hat dem Zentralvorstand den Auftrag erteilt, die Thematik des Standesrechts in Versorgungszentren zu bearbeiten. Der Zentralvorstand sieht ein Label «FMH Good Practice» vor und klärt ab, wie sich die für die Patientenbehandlung zentralen Elemente der Standesordnung als Norm in einem Zertifizierungsverfahren überprüfen lassen.

Allianz Peer Review CH – Im 2015 beschloss der Zentralvorstand die aktive Teilnahme der FMH in der Allianz Peer Review Schweiz. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von H+ Die Spitäler der Schweiz mit der FMH und der Schweizerischen Vereinigung der Pflegedienst­leiter/-innen Swiss Nurse Leaders, um gemeinsam national einheitliche und interprofessionelle Peer Reviews basierend auf Routinedaten zu fördern. Ebenfalls genehmigte der Zentralvorstand das Detailkonzept zur Helvetisierung des IQM-standardisierten Peer-Review-Verfahrens. Mittlerweile führen 17 Spitäler/Spitalgruppen mit 36 Standorten regelmässig interprofessionelle Peer Reviews durch. Der Zentralvorstand beschliesst die weitere aktive Mitarbeit der FMH im Rahmen der Allianz Peer Review CH.

Stellungnahme zum Vorentwurf E-ID-Gesetz – Das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hat einen Vorentwurf eines Bundesgesetzes über anerkannte elektronische Identifikationseinheiten (E-ID-Gesetz) in Vernehmlassung gegeben. E-Health findet Erwähnung, doch sind wichtige Schnittstellenfragen zwischen der E-ID zur Identifikation und Authentifikation einer Person und deren Tätigkeit als Gesundheitsfachperson nicht geklärt. Der Zentralvorstand sieht deshalb erhebliches Verbesserungspotenzial und äus­sert sich in der Stellungnahme entsprechend.

Positionspapier NCD-Strategie – Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik, die ständige Plattform von Bund und Kantonen und der Bundesrat verabschiedeten 2016 eine Strategie sowie Massnahmenplan zu den nichtübertragbaren Krankheiten (NCD). Die Ärzteschaft nimmt in der Umsetzung dieser Strategie eine wichtige Rolle ein, da sie einen flächendeckenden alters- und schichtenübergreifenden Zugang zur Bevölkerung hat und dadurch die Wirkung von Präventionsmassnahmen wesentlich beeinflussen kann. Der Zentralvorstand hat ein Positionspapier zur NCD-Strategie zu Handen der Delegiertenversammlung verabschiedet.

Änderung der Verordnung über die Berufsbildung (BBV) – Medizinische Praxisassistentinnen (MPA) können im Rahmen der höheren Berufsbildung die Ausbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin (MPK) absolvieren. Die Vorbereitung auf die eidgenössischen Prüfungen in der höheren Berufsbildung erfolgt grundsätzlich in vorbereitenden Kursen. Das neue Berufsbildungsgesetz (BBG) wurde dahingehend abgeändert, dass Beiträge nicht mehr an die Anbieter vorbereitender Kurse, sondern direkt an die Teilnehmenden fliessen. Es gibt ein Grundmodell, bei welchem die Beiträge an Absolvierende nach Ablegung der eidgenössischen Prüfung ausbezahlt werden, und ein Überbrückungs­modell, bei welchem auf Antrag eine Teilzahlung bereits während des Kursbesuches entrichtet wird. Damit soll sogenannten Härtefällen Rechnung getragen werden, die über ungenügend finanzielle Mittel verfügen. Der Zentralvorstand nimmt zum Entwurf der Verordnung über die Berufsbildung (BBV) Stellung. In der BBV werden die Vollzugsmodalitäten zur Einführung der neuen Finanzierung festgeschrieben.

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